Einblicke in die mittelalterliche Buchmalerei mittels wertvoller Faksimiles

Im Rahmen eines Grundkurses Katholische Religionslehre der MSS 12 am Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasium Trier erhielten 15 Schülerinnen die Möglichkeit, hochwertige Nachbildungen mittelalterlicher Handschriften zu analysieren.

Die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars in Trier bot der Lerngruppe hierfür ideale Voraussetzungen, da sie in ihrem Bestand über eine ganze Reihe solcher Faksimiles (lat: fac simile = „Mach’s ähnlich“) verfügt.

 

Unter Anleitung von Diplomarchivar Florian Zenner untersuchten die Teilnehmerinnen die künstlerische Gestaltung ausgewählter Szenen aus dem Leben Jesu in berühmten Pergamenthandschriften, so genannten Codices, aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Hierzu zählten der Trierer Egbert-Codex, der Hitda-Codex, das Goldene Evangeliar von Echternach, das Perikopenbuch von St. Peter sowie das Evangeliar Ottos III.

 

Im Vergleich verschiedener Darstellungen wie etwa der Taufe Jesu oder der Stillung des Seesturms konnte die Gruppe wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise und die gestalterischen Möglichkeiten der mittelalterlichen Buchmalerei gewinnen.

 

Ein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Hans-Joachim Cristea, dem Leiter der Bibliothek, für die wiederholte Unterstützung dieses Projekts.

Text: Christoph Berger