Exkursion des Chemie-Leistungskurses zur STUCO Metall GmbH

Am 26.02.26 ging es für unseren Chemie-Leistungskurs des Abijahrgangs 2026 ein letztes Mal auf Exkursion. Die Abiturprüfungen waren bereits geschrieben und die Unterrichtszeit im Fach Chemie eigentlich schon abgeschlossen, doch der Chemiekurs ließ nicht locker, die bereits vor dem Abitur aufgekommene Idee einer Exkursion trotzdem noch zu verwirklichen.
 
So machten wir uns also an besagtem Donnerstagmittag bei schönstem Wetter und Sonnenschein auf den Weg von Trier nach Speicher zur Firma STUCO. Dort angekommen, wurden wir gleich freundlich von Produktionsleiter Herrn Axel Densborn und Frau Ulrich in Empfang genommen.
 
Bevor unsere Führung begann, bekamen wir eine kleine Einführung darüber, was die Firma STUCO alles ausmacht. Die Vorstellung der Schülerinnen, es würden größtenteils Werbeartikel produziert werden, löste sich mindestens so schnell auf, wie die Begeisterung und Neugier zu wachsen begannen.
 
Die STUCO Metall GmbH zeichnet sich durch lokale, hochwertige Produktion und Vielfalt aus. Neben Accessoires wie Ansteckern und Pins, Münzen oder Schmuck werden hier unter anderem auch Karnevalsorden, Schlüsselanhänger, Markenembleme, Olympiamedaillen und noch vieles mehr produziert.
Herr Densborn, der unsere Aufregung und wachsende Neugier zu bemerken schien, ließ uns nicht länger warten, und unser kleines Abenteuer bei der Firma STUCO begann. Der Kurs wurde nun durch verschiedene Räume geführt und bekam somit Einblicke in die einzelnen Produktionsschritte.
 
 
Ganz anders als erwartet erblickten wir nicht eine Reihe industrieller Maschinen, welche in Massenproduktion einzelne Teile herstellten, sondern ein freundliches Team an Mitarbeitern, die uns herzlich begrüßten und uns voller Freude ihre Arbeitsbereiche zeigten. Der Chemie-Leistungskurs kam kaum aus dem Staunen heraus.
 
Unser Weg führte uns vorbei an verschiedensten Pressen, die zum Prägen und Stanzen eingesetzt werden und somit das gewünschte Motiv in den Metallrohling einprägen oder eine bestimmte Außenform hervorbringen.
 
Weiter ging es zur Oberflächenbeschichtung, der Galvanotechnik und somit dem klar favorisierten Produktionsabschnitt des Chemiekurses. Wir betraten einen Raum voller Becken, die mit verschiedensten Flüssigkeiten gefüllt waren.
 
Nun wurden uns die einzelnen Schritte der Galvanisierung von zwei der Mitarbeiter, denen man die Begeisterung für ihren Beruf direkt anmerkte, vorgeführt. Zunächst wurde das Metall in zwei der Bäder chemisch gereinigt, sprich gespült und entfettet.
 
Weiter ging es nun mit der Beschichtung in den Galvanikbädern. Diese enthalten eine wässrige Salzlösung, auch Elektrolyt genannt, sowie das gewünschte Beschichtungsmetall, zum Beispiel Silber, Gold, Kupfer oder Bronze.
 
Taucht man nun das zu überziehende Metall in das Becken ein, wird dieses als Kathode, also Minuspol, geschaltet, und das Beschichtungsmetall bildet die Anode, den Pluspol. Die Metallionen lösen sich nun von der Anode und lagern sich als dünne Schicht auf dem zu überziehenden Metall, der Kathode, ab.
 
Mithilfe eines Timers wird die Länge des Prozesses überwacht und somit die Dicke der Schicht gesteuert. In weiteren Schritten wird das überzogene Metall zusätzlich noch poliert und lackiert.
 
Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass die Zeit wie im Flug vergangen war. Draußen in der Sonne wurde noch ein gemeinsames Foto gemacht, und somit kam unser Besuch bei der Firma STUCO zu einem viel zu frühen Ende, denn der Chemiekurs hätte vermutlich auch noch die nächsten zwei Stunden voller Begeisterung die verschiedenen Prozesse weiter beobachtet! Denn auch nach drei Stunden Besuch schien es uns, als könnte man dort noch viel mehr entdecken!
 
Wir möchten uns auch nun noch einmal im Namen des gesamten Kurses sowie des Angela-Merici-Gymnasiums bei der Firma STUCO Metall GmbH bedanken! Vielen Dank, dass Sie sich so viel Zeit für uns genommen haben und uns voller Engagement gezeigt haben, was für eine tolle Arbeit Sie leisten! Sie haben uns mehr als begeistert und unsere letzte Exkursion zu etwas ganz Besonderem und einem riesigen Highlight unserer Schulzeit gemacht!
 
Verfasst von Annika Fürderer