Am Mittwoch, den 6. Mai 2026, machte sich unsere gesamte Stufe 12 gemeinsam mit Frau Klassen, Herr Flesch und Herr Hansjosten auf den Weg nach Verdun, um mehr über die Geschichte des Ersten Weltkriegs und insbesondere die Schlacht um Verdun 1916 zu erfahren.
Gegen 11 Uhr kamen wir am Mémorial de Verdun an. Dort konnten wir uns zunächst die sehr eindrucksvolle Ausstellung anschauen. Besonders spannend war, dass das Museum nicht nur mit zeitgenössischen Ausstellungsstücken aller Art, Texten und Bildern arbeitet, sondern auch mit Filmen, 3D-Modellen und sogar VR-Brillen. Dadurch wurde die Geschichte viel anschaulicher und man konnte einen gewissen Eindruck bekommen, wie die Menschen die damalige Zeit erlebt haben müssen.
Danach ging es weiter zum Fort de Douaumont. In drei Gruppen führten uns unsere Lehrer durch die Anlage und erklärten viele Hintergründe zur Geschichte des Forts. Schlafsäle, endlose, enge Gänge, Geschützstellungen oder auch die sanitären Einrichtungen vermittelten viel vom Leben der Soldaten dort. Die kraterähnliche Landschaft rund um das Fort machte deutlich, wie stark die Gegend noch heute von den damaligen Kämpfen geprägt ist.
Als letzte Station besuchten wir das Ossuaire de Douaumont, das berühmte Beinhaus von Verdun. Die Gebeine von mehr als 130.000 nicht identifizierten gefallenen Soldaten beider Seiten sind dort sichtbar in Kammern bestattet. Auch das Innere des Ossuaires mit all den ins Gewölbe gemeißelten Namen weiterer Gefallener wirkte, ebenso wie der berühmte Ehrenfriedhof mit tausenden von weißen Kreuzen und Grabsteinen vor dem Gebäude, auf uns sehr bewegend und gleichzeitig erschütternd. In Gedenken an die Gefallenen aus den ehemaligen Kolonien fanden sich ebenfalls Gedenkstellen auf dem Gelände. Schließlich bot sich uns zufällig die Möglichkeit, einer kleinen Zeremonie mit militärischer Beteiligung inmitten des Zentrums des Soldatenfriedhofs beizuwohnen.
Gegen 16 Uhr traten wir die Rückfahrt an. Insgesamt war die Exkursion für uns alle ein sehr eindrucksvoller und bewegender Tag, an den wir uns sicher noch lange erinnern werden.
Besonderer Dank gilt dem Verein der Freunde und Förderer sowie den Alumni für die großzügige Unterstützung dieser Exkursion.
Lisanne de Crozals (MSS 12) und Martin Flesch
